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Sektion Zweibrücken des Deutschen Alpenvereins e.V.
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      Der 2. Alpenreport - ein fundiertes Portrait eines faszinierenden Lebensraums
   

 

Quelle: cipra

   

Der "2. Alpenreport", der im vergangen Jahr erschienen ist, setzt eine Tradition fort. Wie die erste Ausgabe fasst er das internationale Fachwissen zusammen, versteht sich als Baro-meter aktueller Entwicklungen, präsentiert sich als Plattform für innovative und zukunftsweisende Modelle. Fachleute aus allen Alpenländern zwischen Frankreich und Slowenien haben an dieser bisher umfassensten Bestandsaufnahme mitgearbeitet.

"Bleiben die Alpen bewohnbar ?" fragten viele nach dem Lawinenwinter 1999. Dieselbe Frage tauchte nach den Überschwemmungen und Murengängen vom Herbst 2000 wieder auf. Und sie wird sicherlich erneut gestellt, wenn als Folge der Klimaerwärmung die Dauerfrostböden auftauen und lose Geröllmassen zu Tale donnern und dabei Siedlungen und Verkehrsverbindungen zerstören werden.

Entfesselte Naturgewalten gehören zur Dynamik des Gebirges. Die Steilheit des Geländes, die großen Schwankungen der Temperaturen und der Niederschläge, die Verletzlichkeit der Vegetation in den Hochlagen und viele andere Faktoren machen die Alpen zu einem sehr dynamischen Ökosystem, das den menschlichen Nutzungsansprüchen enge Grenzen setzt. Nur etwa 15 Prozent des Alpenraums eignen sich für eine intensive Nutzung durch uns Menschen. Die Gebiete am Alpenrand, die Haupttäler und die Hochburgen des Tourismus ver-städtern in zunehmendem Ausmaß. Andererseits schreitet die Entvölkerung entlegener Täler weiter voran. Dieser Rückzug schafft zwar neuen Raum für Wildnis, gleichzeitig geht aber viel an Landschaft und Kultur verloren.

Der "2. Alpenreport" führt nicht nur aktuelle Probleme an und analysiert die Ursachen von Fehlentwicklungen. Er berichtet auch über vielversprechende Lösungsansätze und über vor-bildliche Umsetzungen von Projekten. Dabei ist festzustellen, dass die meisten Initiativen von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen ausgehen. Aufgabe der Staaten und Staatengemeinschaften sollte es sein, derartigen Initiativen günstige Rahmenbedingungen zu bieten und sie mit großzügigen Mitteln zu unterstützen.

Über 90 Autorinnen und Autoren laden zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch die Alpen ein. In Kapiteln wie "Bevölkerung und Kultur", "Alpenpolitik und Netzwerke" sowie "Klimawandel" entsteht ein neues Bild vom Leben in den Alpen. Die Bereiche "Berg-landwirtschaft", "Bergwald", "Energie" sowie "Raumplanung und Bodenschutz" werden analysiert. Das Buch steht allen Interessenten in unserer Bibliothek zur Verfügung.

Quelle: cipra-info Nr. 62

   
   
   

 Letzte Änderung: 22. Dezember 2002


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